Gemeinde Berg

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Neues aus dem Rathaus

Klima-Spartipp des Monats September: Wenn schon online kaufen, dann aber richtig

Die Onlinekäufe von Waren nehmen nicht nur an der Müritz stetig zu und erreichen Rekord um Rekord, denn es werden hierzulande stetig mehr Produkte online gekauft. Wenn dabei nicht nur gelegentlich, sondern mehrfach in der Woche scheinbar völlig losgelöst permanent viele Dinge online bestellt werden, fühlt man sich vielleicht ein wenig wie ein König. Für das eigene Portemonnaie und die Umwelt ist dies hingegen auf Dauer gar nicht gut.

Neben der Herstellung von Produkten verursacht auch deren Transport der Waren erhebliche Emissionen. Neben der Herstellung und dem Transport der Waren bis hin zum Kunden, ist es so, dass oftmals zugestellte Artikel vom Kunden wieder als Retoure zurückgesendet werden. Besonders häufig zurückgeschickt wird dabei Kleidung, was zum Teil sicherlich auch daran liegt, dass Retouren teils weiterhin kostenlos sind. Ein kleinerer Teil der Retouren wird noch immer vernichtet, was ein echter Skandal ist.

Um die negativen Folgen von Onlinekäufen für die Umwelt, allen voran Emissionen und Müll für Verpackungen, etwas zu verringern, helfen folgende Tipps:

Zum Teil ist es so, dass Ware nicht nur bei einem Händler online bestellt wird, sondern gefühlt zig Luftballons über verschiedene Bestellungen innerhalb weniger Tage geordert werden. Wer also mehrere Artikel online kauft, sollte – sofern möglich – Sammelbestellungen tätigen, also mehrere Artikel in einer Bestellung zusammenfassen, statt viele Einzelpakete zu ordern. Wer also Artikel nicht superdringend benötigt, sollte sich Onlinebestellungen nicht per Expressversand liefern lassen. Denn Expresslieferungen sind oftmals weniger ausgelastet und damit schlechter fürs Klima.

Zudem sollten, um Retouren bestmöglich zu vermeiden, generell nur Artikel bestellt werden, die man wirklich braucht oder zumindest haben möchte. Nur weil der Rückversand wenig bis nichts kostet, einfach mal mehr Artikel zu bestellen als benötigt werden, ist mit Sicherheit kein Hit einer Musikbewegung der 1980er Jahre. Natürlich ist es möglich, dass gerade, wenn Kleidung online gekauft wird, mal etwas nicht passt, aber hier sind Retouren dann eher die Ausnahme, nicht die Regel.

Wenn ein benötigtes Produkt irgendwann, irgendwo in einem Geschäft in der Nähe ebenfalls erhältlich ist, dann ist es da oder da. In diesem Fall ist ein Kauf im Laden aus Umweltsicht stets die bessere Alternative zum Onlinekauf. Wenn der Preis in etwa vergleichbar ist und das Geschäft klimaschonend zu Fuß, mit dem Rad, gülden gekleidet zu Pferd, mit dem Bus oder dem Sonderzug erreichbar ist, steht einem Kauf vor Ort nichts mehr im Wege.

Alle, die beim Einkaufen auf die Qualität von Dingen achten, haben zumeist länger etwas von diesem Artikel, und dies unabhängig davon, ob diese im örtlichen Geschäft oder online gekauft werden.
 

Florian S. Roth

Gemeinden Baienfurt, Baindt und Berg

Koordinator für eine klimaneutrale Kommunalverwaltung -
gefördert durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft BW
 
Mobil: 0157 80661690
klima@b-gemeinden.de