RODIGO
Ihre jüngste Partnerschaft ist die Gemeinde Berg mit dem italienischen Rodigo eingegangen. Unweit von Mantua und Verona in der Poebene gelegen, zeigt sich die 5.000-Seelen-Gemeinde mit einer reizvollen Infrastruktur. Zahlreiche Vereine pflegen den Austausch mit den 550 Kilometer entfernt wohnenden Bergern, die diese Freundschaft vor allem auf der zwischenmenschlichen Ebene gestalten. Auch unter wirtschaftlichen Aspekten ist Rodigo reizvoll.
In der Region haben sich zahlreiche Großbetriebe und mittelständisch geprägte Unternehmen niedergelassen. Auch größere landwirtschaftliche Anwesen deuten auf eine relativ starke Wirtschaftsstruktur hin. Im Rahmen dieser Gemeindepartnerschaft sollen die Verbindungen zwischen den kommunalen Vertretungen aufrecht erhalten und der Austausch der Jugend, der Vereine, der Schule und der Kirchen unterstützt werden.
Dabei soll auch das Erlernen der Sprache gefördert werden. So werden in allen Bereichen freundschaftliche Kontakte zwischen den Einwohnern gefördert und die kulturellen, sportlichen, religiösen und historischen Gemeinsamkeiten gepflegt. Im Jahr 2012 haben beide Partnergemeinden das 10-jährige Bestehen gefeiert.
WACHAU
Nach der Wende 1989 kam es 1990 zur Partnerschaft mit Seifersdorf. Nahe Dresden gelegen, bildet Seifersdorf mit weiteren Ortsteilen die Gemeinde Wachau und zählt rund 5000 Einwohner. Seifersdorf wird geprägt durch das dortige Schloss. Es wurde mit großem Aufwand saniert und bietet heute der Bürgerschaft viele Möglichkeiten. Seifersdorf setzt nicht zuletzt auf den Fremdenverkehr. Mit seinem idyllisch gelegenen Seifersdorfer Tal hat die Gemeinde im Bereich Naherholung einiges zu bieten.
Nach der Anfangsphase des Wiederaufbaus galt es, die partnerschaftlichen Beziehungen zu vertiefen und um gegenseitiges Verständnis zu werben. Der Gemeinderat Berg hat 2010 mit dem Bürgermeister von Wachau das Interesse an einer weiteren aktiven Partnerschaft bekundet. 2013 wünschten sich beide Bürgermeister (Helmut Grieb und Veit Künzelmann), die Gemeindepartnerschaft auf die Gesamtgemeinde Wachau zu erweitern. Dies geschah am 06.12.2014 mit der Vertragsunterzeichnung. Zuvor haben die Gemeinderäte die Partnerschaftserweiterung begrüßt und beschlossen.
Berg zu Gast in Seifersdorf
Berg feierte mit und in Seifersdorf die Schloss-Eröffnung
Als Mitte August in Seifersdorf - als Teil unserer Partnergemeinde Wachau- das altehrwürdige Schloss nach umfangreichen Renovierungsarbeiten offiziell wiedereröffnet wurde, waren auch Bürgermeisterin Hugger sowie eine große Berger Delegation auf Einladung von Wachaus Bürgermeister Veit Künzelmannm dabei.
„Die Gemeinde Wachau feiert bei jedem Wetter“, stellte Bürgermeister Veit Künzelmann beim regennassen Festakt zur Wiedereröffnung von Schloss Seifersdorf fest. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten sei nun ein bedeutender Teil Seifersdorfer und regionaler Geschichte ein großes Stück weiter auf dem Weg zurück in die Öffentlichkeit, so Künzelmann.
Im großen Zelt auf der Festwiese im Schlosspark hatten sich zahlreiche geladene Gäste versammelt: unter ihnen der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer, Landrat Udo Witschas, Bürgermeister der Nachbargemeinden, Kommunal- und Landespolitiker sowie Gräfin Christine von Brühl und Bergs Bürgermeisterin Manuela Hugger, die vom Gemeinderat, von Verwaltungs-Vertretern, einer Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr Berg und den reichlich beklatschten Bergfesttrommlern begleitet wurde.
Dass es an diesem Tag um mehr ging, als um ein saniertes Gebäude, wurde in den Ansprachen immer wieder deutlich. Vor mehr als 20 Jahren stand die Zukunft des Schlosses nämlich auf der Kippe. Aus dem Widerstand gegen damalige Privatisierungspläne entstand 2004 der Förderverein Seifersdorfer Schloss e. V., mit dem Ziel, das Schloss für die Öffentlichkeit zu erhalten und seine Nutzung als Begegnungs- und Kulturort zu sichern. Ohne die Beharrlichkeit und das enorme ehrenamtliche Engagement des Vereins, so Bürgermeister Künzelmanns Botschaft, wäre dieser Festtag nicht möglich geworden.
Ministerpräsident Michael Kretschmer brachte in seiner Ansprache auf den Punkt, was den besonderen Wert des Projektes ausmacht: Ein so großes und historisch bedeutendes Gebäude zu erhalten, sei keine Selbstverständlichkeit. Schließlich müsse nicht nur die Sanierung finanziert, sondern auch künftig der Betrieb eines solchen Hauses gewährleistet werden. Dass der Freistaat die Sanierung mit erheblichen Fördermitteln aus dem Topf für den Strukturwandel in den Braunkohlegebieten unterstützt, verteidigte Michael Kretschmer deshalb auch als Investition in die Region. Wo Menschen über einen langen Zeitraum Verantwortung übernehmen und an einer Idee festhalten, sei das Geld richtig angelegt.
Landrat Udo Witschas schlug in seiner Ansprache eine ähnliche Brücke. Er erinnerte an einen Satz von Dietrich Bonhoeffer, der auch in der Einladung zum Festakt stand: „Ehrfurcht vor der Vergangenheit und Verantwortung gegenüber der Zukunft geben dem Leben die richtige Haltung.“ Genau darum gehe es auch beim Denkmalschutz.
Bürgermeisterin Manuela Hugger brachte es in ihrem Grußwort auf den Punkt: Schloss Seifersdorf könne Geschichten erzählen, „aber es kann auch neue Geschichten hervorbringen“. Und sie beglückwünsche Seifersdorf und die Region dazu, dass das Schloss nach wechselnden Nutzung während der vergangenen Jahrhunderte wieder zu einem Ort werde, an dem Menschen zusammenkommen, Kultur erleben und gemeinsame Zeit verbringen. Bei diesem historischen Gebäude gelte ganz besonders: „Es gibt immer was zu tun – aber es lohnt sich."
Mit dem symbolischen Durchschneiden des Bandes vor dem Schloss wurde schließlich auch äußerlich sichtbar, dass ein wichtiger Abschnitt geschafft ist. Ganz abgeschlossen ist das Mammutprojekt allerdings noch nicht. Für den Besucherverkehr wird Schloss Seifersdorf erst Anfang 2027 öffnen, wenn die noch ausstehenden Arbeiten abgeschlossen sind. Wer also das Schloss unserer Partnergemeinde besuchen möchte, der muss sich noch ein bisschen gedulden.
Aus der Historie der Partnergemeinden: Im Jahr 1990 nahmen die Gemeinden Berg und Seifersdorf erste partnerschaftliche Beziehungen auf. Als 1994 Seifersdorf ein Ortsteil der Gemeinde Wachau wurde, erweiterte sich die freundschaftliche Verbindung mit Berg auf die Gesamtgemeinde Wachau. Die Partnerschaftserweiterung wurde durch den damaligen Bürgermeister Helmut Grieb und Veit Künzelmann Ende 2014 vertraglich vereinbart. Seitdem sind beide Patnergemeinden in regem Austausch.
(Quellen: Gemeinde Seifersdorf)























































































































