Wenn es draußen kalt ist, ist es umso wichtiger, dass die Wärme im Haus bleibt. Denn durch undichte Fenster, Türen oder Rollladenkästen gehen oftmals viel Wärme verloren. Da Fenster, Türen und Rollladenkästen zumeist doch eher wenig redselig sind - also die wortwörtlich gemeinte Frage: Seid Ihr eigentlich noch ganz dicht? - vermutlich nicht beantworten werden, hilft in der Praxis nur entsprechendes Testen.
Mit dem Zuglufttest lässt sich ganz einfach prüfen, ob und falls ja, wo an Fenstern und Türen kühle Zugluft eintritt. Und so geht‘s: Einfach eine brennende Kerze nehmen und diese ganz langsam, quasi in Zeitlupentempo, entlang des geschlossenen Fenster- oder Türrahmens bewegen. Beginnt die Flamme an einer bestimmten Stelle zu flackern, so ist das Fenster bzw. die Tür an dieser Stelle undicht. Somit sollte an dieser Stelle die Dichtung geprüft und ggf. erneuert werden, da dort sonst weiterhin kalte Luft von außen hereinströmt.
Ist gerade keine Kerze zur Hand, kann alternativ auch die bloße Hand langsam entlang der Fugen geführt werden, um einen kühlen Luftzug zu spüren. Auch ein Rauchtest mit einem Räucherstäbchen liefert Hinweise auf undichte Stellen. Sind erst einmal undichte Stellen ausfindig gemacht, so lassen sich diese problemlos mit Schaumdichtungsband oder Gummidichtungen abdichten.
Das spart pro Quadratmeter Wohnfläche - laut Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg - jährlich etwa 1,10 Euro. Dies klingt zwar im ersten Moment nicht viel, aber ohne großen Aufwand zukünftig jedes Jahr mehr Geld in der Tasche zu haben, ist doch gar nicht so schlecht. Ganz nach dem Motto: Einem (fast) geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.
Florian S. Roth
Gemeinden Baienfurt, Baindt und Berg
Koordinator für eine klimaneutrale Kommunalverwaltung -
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