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Rathaus der Gemeinde Berg
Text: Gastfreundlich ueber dem Schussental
 
 
 

Geschichtlicher Überblick

  • 1094: Judith und Welf IV schenken dem Kloster Weingarten
    die Pfarrkirche zu Berg mit allem, was dazugehört.
    Damit wird Berg erstmals urkundlich erwähnt.
  • 1167: Die „Geschichte der Welfen“ wird geschrieben.
    Sie berichtet, dass Konrad, zum Bischof von Konstanz
    erhoben, um das Jahr 934 sein väterliches Erbe – unter
    anderem Berg – an seinen Bruder Rudolf weitergab.
  • 1181:Welf VI, der Herzog von Ravensburg, versammelt
    seine Gefolgsleute an der „Altinbrugg“. Das ist die
    erste Erwähnung der alten Brücke, die bei Kasernen
    über die Schussen führt.
  • 1191: Nachdem Welf VI seinen Besitz im Schussental
    an die Staufer verkauft hatte, werden Land und Leute
    in und um Berg staufisch.
  • 1227: Ritter Burchard von Tobel bricht zum Kreuzzug
    auf.
  • 1244: Burchard von Tobel hat das Amt eines königlichen
    Kämmerers unter dem staufischen König Konrad
    IV inne.
  • 1273: König Rudolf von Habsburg nimmt das Kloster
    Weingarten in seinen Schutz. Darin eingeschlossen
    sind ausdrücklich die Leibeigenen und die Zinser des
    Klosters, die zur Kirche von Berg gehören.
  • 1282: Ritter Herrmann von Zange verkauft einen Hof
    zu Atzenhofen an das Kloster Baindt.
    Im 13. Jahrhundert wurde der romanische Christus
    geschaffen, der über dem Chorbogen der Pfarrkirche
    hängt.
  • Um 1300: In einem Zinsverzeichnis des Klosters
    Weingarten erscheinen viele Namen von Ortsteilen
    und von Leuten, die in Berg ansässig sind.
  • 1383/1386: Viele Mitglieder der Familie von Tobel
    werden ins Ravensburger Bürgerrecht aufgenommen.
  • 1474: Das gotische Netzgewölbe im Chor der Pfarrkirche
    Berg ist fertiggestellt.
  • 1525: Bauernkrieg: Bis Ostern lagern zirka 4000 Bauern
    auf den Wiesen unter dem Pfarrhaus. Am Ostermontag
    ziehen sie hinüber nach Weingarten, da der
    Bauernjörg mit seinem Heer im Anmarsch ist. Es kommt
    nicht zur Schlacht, sondern zum Weingartener Vertrag.
  • 1628: Pest. Das erste Opfer in Berg ist die Magd Anna,
    die bei Johannes Staudacher in Endratobel (heute Kleintobel)
    wohnt und arbeitet.
  • 1632: Die Schweden versetzen Oberschwaben in
    Angst und Schrecken.
  • 1635: Die Pest erreicht ihren Höhepunkt. Die Eintragungen
    in den Berger Kirchenbüchern werden immer
    spärlicher und hören dann ganz auf. Aus dieser Zeit
    könnte das Pestkreuz auf dem Berger Kirchhof stammen.
    17. Jhdt.: Die Lücken, die die Pest auch in die Bevölkerung
    von Berg gerissen hat, werden durch Zuwanderer
    aus Vorarlberg und der Schweiz wieder geschlossen.
  • 1715/24: Die Ziegelhütte Kasernen liefert für den Bau
    der Basilika Weingarten ca. 3,6 Millionen Ziegel.
  • 1737: In Aichach wird Anselm Rittler geboren. Er ist
    der letzte Abt der Reichsabtei Weingarten, als das Kloster
    1803 aufgelöst wird.
  • 1742: Der Pfarrhof Berg wird neu gebaut, so wie er
    heute noch steht.
  • 1806: Die Einwohner von Berg werden Untertanen des
    Königs von Württemberg.
  • 1826: Am 21. Mai wird die politische Gemeinde Berg
    gebildet; sie setzt sich zusammen aus den drei
    Schultheißereien Aichach, Ettishofen und Schussen und
    umfasst damals 872 Einwohner.
  • 1846: In Neubaumgarten wird Josef Leser geboren.
    Er wird Pfarrer und Zentrumspolitiker und vertritt den
    Wahlkreis Ravensburg im Reichstag bis zum Ersten
    Weltkrieg.
  • 1914-1918: Im ersten Weltkrieg fallen 23 Männer aus
    Berg.
  • 1923: Baubeginn des Klosters Kellenried. 1924 ziehen
    die Nonnen ein.
  • 1933: Auch in Berg ergreifen die Nationalsozialisten
    die Macht. Bürgermeister Gindele muss weichen, der
    Gemeinderat wird gleichgeschaltet.
  • 1945: Der Zweite Weltkrieg hat mehr als 80 Männer
    aus Berg das Leben gekostet.
  • Seit 1945: Die Gemeinde Berg wandelt sich zu einer
    modernen Wohngemeinde im Einzugsbereich der Städte
    Ravensburg und Weingarten. Die Einwohnerzahl verdreifacht
    sich innerhalb von 50 Jahren, wobei Flüchtlinge
    und Heimatvertriebene aus Siebenbürgen, dem Banat,
    der Bukowina, aus Russland und Ostdeutschland einen
    guten Teil ausmachen.
  • Seit 1960 findet Berg durch die Ansiedlung moderner
    Gewerbebetriebe, z.B. der Firma Rafi, Anschluss an die
    High-Tech-Industrie. Die neuen Wohngebiete in Ettishofen
    und in Vorberg, die Neugestaltung der Berg-Kuppe
    mit Rathaus und Gemeindezentren, die neue Grund- und
    Hauptschule und das Ladenzentrum am Brunnenplatz
    prägen das neue Ortsbild. Ab den 90er Jahren haben die
    Baugebiete „In den Obstwiesen“, „Kasernenbreite“,
    „Obere Weiler Halde“, „Kleintobler Höhe“ und „Obere
    Panoramastraße“ sowie die Gewerbeflächen in Kasernen
    und Ettishofen die Entwicklung der Gemeinde in den vergangenen
    Jahren geprägt. Für eine nachhaltige Entwikklung
    werden weitere Bauflächen zur Eigentumsförderung
    in Weiler und Vorberg erarbeitet. Sie dienen einer
    organischen Wei terent wick lung, einer traditonsbewussten
    und doch modernen Ge meinde. Im Tiefbaubereich
    wurden bei der Abwasserbeseitigung und im Straßenbau
    wichtige Akzente gesetzt. Mit unseren vier Kinderhäusern,
    dem Feuerwehrgerätehaus sowie der neuen Sporthalle
    hat Berg seine gute Infrastruktur weiter ausgebaut.
    Die Sanierung der Turn- und Festhalle brachte eine
    weitere Verbesserung für unsere Schule, die Vereine
    und die Bürgerschaft. Mit den Einrichtungen für unsere
    Kinder, die Jugend und unsere Senioren erfüllen wir
    wichtige Aufgaben der Zukunft. Das jährliche Veranstaltungsprogramm
    unterstreicht das vielseitige Angebot
    in Sachen Kultur, Sport, Soziales, Heimat- und
    Brauchtumspflege. Im Jahre 2011 und künftig zeichnet
    sich die Gemeinde Berg als Wohlfühlgemeinde aus.